ÖSTERREICHISCHE BLINDENWOHLFAHRT

Impressum

DO., 15. OKTOBER 2009 | 9.00 - 17.00 UHR | JOHANN-WILHELM-KLEIN-HAUS, 1140 WIEN, BAUMGARTENSTRASSE 69

Das Programm








9.00 Uhr
Begrüssung

Mag. Konrad Widmann 
Direktor des J.- W.-Klein-Hauses der Österreichischen Blindenwohlfahrt, Wien


9.15 Uhr
Eröffnung des Symposiums DEMENT+BLIND

Mag. Sonja Wehsely
amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales der Stadt Wien (angefragt)


9.25 Uhr
3 Jahre Erfahrung: Die weltweit einzige Pflegestation für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen mit Demenzerkrankung

Das Zusammentreffen von Demenz und Blindheit bzw. hochgradiger Sehbehinderung stellt für den Betroffenen und sein Umfeld eine massive Belastung dar. Die 2006 eingerichtete  Station hat sich als Lebensraum für 25 Betroffene bewährt.

Renate Hrdina,
Altenfachbetreuerin, Initiatorin und Co-Leiterin der Pflegestation für blinde  und hochgradig sehbehinderte Menschen mit Demenzerkrankung im J.-W.-Klein-Haus der Österreichischen Blindenwohlfahrt, Wien

Mag. Konrad Widmann 
Direktor des J.- W.-Klein-Hauses der Österreichischen Blindenwohlfahrt, Wien


9.45 Uhr
Gerontotypische Sehbeeinträchtigungen und deren Auswirkungen

Während Erblindungen in jüngeren Jahren sukzessive zurückgehen, nimmt mit der steigenden Lebenserwartung die Zahl der alterstypischen Sehbeeinträchtigungen stetig zu. Nur wer die unterschiedlichen Auswirkungen der einzelnen Erkrankungen kennt, kann auf die Betroffenen in geeigneter Weise eingehen.

Univ.-Prof. Dr. Clemens Vass
Leiter der Glaukomambulanz an der Universitätsklinik für Augenheilkunde
am Allgemeinen Krankenhaus, Wien


10.30 Uhr
Kaffeepause, kollegiales Fachgespräch


11.00 Uhr
Sehbehinderung + Demenz:
die doppelte Herausforderung für Patienten und Pflegende

Die Differenzen in der Gehirnnutzung bezüglich optischer, auditiver und taktiler Eindrücke  führen bei analoger dementieller Retrogenese zu unterschiedlichem Verlauf in der  Symptomatik.

Univ.-Prof. Dr. Hans Förstl
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und  Psychotherapie im Klinikum
rechts der Isar der Technischen Universität, München


12.00 Uhr
Warum spezifische Testinstrumente für Personen  mit hochgradiger Sehbehinderung und Blindheit?

Herkömmliche anerkannte Testungsinstrumente beinhalten Fragen, die man ohne optische Erinnerung bzw. ohne optische Kontrolle während des Ausfüllens nicht beantworten kann.  Dementsprechend problematisch sind die Ergebnisse.

Dr. Stefanie Auer
wissenschaftliche Leiterin des Vereins Morbus Alzheimer Syndrom, Bad  Ischl,
Leiterin des Master-Lehrganges Demenzstudien an der Donauuniversität Krems


13.00 Uhr
Mittagessen, Kaffee


14.00 Uhr
Spannungsfeld Diagnostik – Therapie

Bei flüchtiger Beobachtung kommt es leicht zu Verwechslungen zwischen dementieller  Symptomatik einerseits und den Auswirkungen des Zusammen fallens von  Sehbeeinträchtigung und altersbedingten Defiziten andererseits. Fehldiagnosen und  Fehlmedikationen haben massive Folgen.

Mit freundlicher Unterstützung von Janssen-Cilag

Prim. Dr. Georg Psota
stv. Leiter des Psychosozialen Dienstes, Wien      

Prim. Dr. Andreas Walter

Vorstand der gerontopsychiatrischen Abteilung im
Geriatriezentrum Am Wienerwald, Wien


14.25 Uhr
Neuropsychologische Demenzdiagnostik mit menschlichem Antlitz

Neuropsychologische Demenzdiagnostik erfordert besonders viel
Einfühlungsvermögen. Im Gerontopsychiatrischen Zentrum des PSD Wien werden
die Untersuchungen in einer angenehmen und entspannten Atmosphäre
durchgeführt, die Testaufgaben sollen im Idealfall "vorbeischweben"

Mag. Stefan Strotzka
klinischer Psychologe im Gerontopsychiatrischen Zentrum des
Psychosozialen Dienstes, Wien


15.30 Uhr
Wie soll ich wissen, was Dich quält?
Demenz und Schmerz.

Menschen mit fortgeschrittener Demenz können ihre Schmerzen weder orten noch benennen.  Daher bleiben sie oft unerkannt und unbehandelt. Fachkenntnisse nützen wenig, solange es  Pflegenden und Ärzten nicht gelingt die Brücke zum Du zu finden und die Signale der Kranken als Hilferufe zu verstehen.

Prim. DDr. Marina Kojer
Begründerin und emeritierte Leiterin der 1. med. Abteilung für palliativmedizinische
Geriatrie und der Schmerzambulanz im Geriatriezentrum Am Wienerwald, Wien


16.15 Uhr
Zusammenfassung und Podiumsdiskussion


ca. 17.00 Uhr
Ende des Symposiums DEMENT+BLIND