Das Programm
9.00 Uhr
Begrüssung
Mag. Konrad Widmann
Direktor des J.- W.-Klein-Hauses der Österreichischen Blindenwohlfahrt, Wien
9.15 Uhr
Eröffnung des Symposiums DEMENT+BLIND
Mag. Sonja Wehsely
amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales der Stadt Wien
(angefragt)
9.25 Uhr
3 Jahre Erfahrung: Die weltweit einzige Pflegestation für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen mit Demenzerkrankung
Das Zusammentreffen von Demenz und Blindheit bzw. hochgradiger Sehbehinderung stellt für den Betroffenen und sein Umfeld eine massive Belastung dar. Die 2006 eingerichtete Station hat sich als Lebensraum für 25 Betroffene bewährt.
Renate Hrdina,
Altenfachbetreuerin, Initiatorin und Co-Leiterin der Pflegestation für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen mit Demenzerkrankung im J.-W.-Klein-Haus der Österreichischen Blindenwohlfahrt, Wien
Mag. Konrad Widmann
Direktor des J.- W.-Klein-Hauses der Österreichischen Blindenwohlfahrt, Wien
9.45 Uhr
Gerontotypische Sehbeeinträchtigungen und deren Auswirkungen
Während Erblindungen in jüngeren Jahren sukzessive zurückgehen, nimmt mit der steigenden Lebenserwartung die Zahl der alterstypischen Sehbeeinträchtigungen stetig zu. Nur wer die unterschiedlichen Auswirkungen der einzelnen Erkrankungen kennt, kann auf die Betroffenen in geeigneter Weise eingehen.
Univ.-Prof. Dr. Clemens Vass
Leiter der Glaukomambulanz an der Universitätsklinik für Augenheilkunde
am Allgemeinen Krankenhaus, Wien
10.30 Uhr
Kaffeepause, kollegiales Fachgespräch
11.00 Uhr
Sehbehinderung + Demenz:
die doppelte Herausforderung für Patienten und Pflegende
Die Differenzen in der Gehirnnutzung bezüglich optischer, auditiver und taktiler Eindrücke führen bei analoger dementieller Retrogenese zu unterschiedlichem Verlauf in der Symptomatik.
Univ.-Prof. Dr. Hans Förstl
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum
rechts der Isar der Technischen Universität, München
12.00 Uhr
Warum spezifische Testinstrumente für Personen mit hochgradiger Sehbehinderung und Blindheit?
Herkömmliche anerkannte Testungsinstrumente beinhalten Fragen, die man ohne optische Erinnerung bzw. ohne optische Kontrolle während des Ausfüllens nicht beantworten kann. Dementsprechend problematisch sind die Ergebnisse.
Dr. Stefanie Auer
wissenschaftliche Leiterin des Vereins Morbus Alzheimer Syndrom, Bad Ischl,
Leiterin des Master-Lehrganges Demenzstudien an der Donauuniversität
Krems
13.00 Uhr
Mittagessen, Kaffee
14.00 Uhr
Spannungsfeld Diagnostik – Therapie
Bei flüchtiger Beobachtung kommt es leicht zu Verwechslungen zwischen dementieller Symptomatik einerseits und den Auswirkungen des Zusammen fallens von Sehbeeinträchtigung und altersbedingten Defiziten andererseits. Fehldiagnosen und Fehlmedikationen haben massive Folgen.
| Mit freundlicher Unterstützung von |
Prim. Dr. Georg Psota
stv. Leiter des Psychosozialen Dienstes, Wien
Prim. Dr. Andreas Walter
Vorstand der gerontopsychiatrischen Abteilung im
Geriatriezentrum Am Wienerwald, Wien
14.25 Uhr
Neuropsychologische Demenzdiagnostik mit menschlichem Antlitz
Neuropsychologische Demenzdiagnostik erfordert besonders viel
Einfühlungsvermögen. Im Gerontopsychiatrischen Zentrum des PSD Wien werden
die Untersuchungen in einer angenehmen und entspannten Atmosphäre
durchgeführt, die Testaufgaben sollen im Idealfall "vorbeischweben"
Mag. Stefan Strotzka
klinischer Psychologe im Gerontopsychiatrischen Zentrum des
Psychosozialen Dienstes, Wien
15.30 Uhr
Wie soll ich wissen, was Dich quält?
Demenz und Schmerz.
Menschen mit fortgeschrittener Demenz können ihre Schmerzen weder orten noch benennen. Daher bleiben sie oft unerkannt und unbehandelt. Fachkenntnisse nützen wenig, solange es Pflegenden und Ärzten nicht gelingt die Brücke zum Du zu finden und die Signale der Kranken als Hilferufe zu verstehen.
Prim. DDr. Marina Kojer
Begründerin und emeritierte Leiterin der 1. med. Abteilung für
palliativmedizinische
Geriatrie und der Schmerzambulanz im Geriatriezentrum Am Wienerwald, Wien
16.15 Uhr
Zusammenfassung und Podiumsdiskussion
ca. 17.00 Uhr
Ende des Symposiums DEMENT+BLIND
